Fake – eine Lüge der Tierprodukte-Industrie
Hierbei handelt es sich um eine der perfidesten Lügen. Der Regenwald wird auch für Soja abgeholzt, das aber größtenteils als Tierfutter verwendet wird, für Schweine, Hühner und sogar Rinder und andere Tiere. Für ein Kilogramm Schweinefleisch werden 3-4 kg Futtermittel benötigt, davon alleine so viel Soja, dass man 2 kg Tofu daraus herstellen könnte.
Der Anbau von Soja ist aslo tatsächlich ein bedeutender Faktor für die Abholzung des Regenwaldes, insbesondere im Amazonasgebiet. Allerdings wird der Großteil der weltweiten Sojaernte nicht direkt für menschliche Nahrung wie Fleischalternativen verwendet, sondern hauptsächlich als Tierfutter in der Fleisch- und Milchindustrie, wie oben schon erläutert.
Hier sind einige wichtige Punkte zu beachten:
- Tierfutter: Ein großer Teil des angebauten Sojas wird zu Sojaschrot verarbeitet, das als proteinreiches Futter in der Tierhaltung eingesetzt wird. Die Nachfrage nach Fleisch und Milchprodukten treibt somit indirekt die Nachfrage nach Soja und damit die Abholzung voran.
- Fleischalternativen: Während der Markt für pflanzliche Fleischalternativen wächst, macht der für diese Produkte verwendete Sojaanteil im Vergleich zum Gesamtsojaanbau immer noch einen relativ kleinen Teil aus.
- Nachhaltige Praktiken: Es gibt Initiativen und Zertifizierungen, wie den „Runden Tisch für verantwortungsvolle Soja“ (RTRS), die darauf abzielen, den Sojaanbau nachhaltiger zu gestalten und die Abholzung zu reduzieren.
- Regionale Unterschiede: Die Auswirkungen des Sojaanbaus auf die Abholzung variieren je nach Region und den dortigen Umweltvorschriften und Praktiken.
Insgesamt ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass die Auswirkungen des Sojaanbaus auf die Umwelt komplex sind und von vielen Faktoren abhängen.
Beziehung zwischen Sojaanbau, Fleischalternativen und der Abholzung des Regenwaldes:
- Hauptursache der Abholzung: Die Hauptursache für die Abholzung des Regenwaldes ist der Anbau von Soja für Tierfutter, das zur Unterstützung der Fleisch- und Milchindustrie verwendet wird. Dies wird durch die steigende Nachfrage nach tierischen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern angetrieben, was wiederum zu einer Ausweitung der Anbauflächen für Soja und Weideflächen führt.
- Fleischalternativen und Soja: Der Konsum von Sojamilch, Fleischalternativen und Tofu steht nicht in direktem Zusammenhang mit der Abholzung des Regenwaldes. Der für diese Produkte benötigte Sojaanbau erfolgt oft in Europa und nicht in den kritischen Regenwaldgebieten Südamerikas.
- Umweltauswirkungen: Die Tierhaltung hat doppelt negative Auswirkungen auf das Klima, da sie nicht nur Treibhausgasemissionen verursacht, sondern auch Wälder, Grasland und Feuchtgebiete zerstört, die als natürliche Kohlenstoffsenken fungieren.
- Nachhaltigkeit von Fleischalternativen: Fleischersatzprodukte sind in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Diese Produkte sind oft nachhaltiger als herkömmliches Fleisch, da sie nicht direkt zur Abholzung des Regenwaldes beitragen. Dennoch gibt es Diskussionen über ihre Gesundheits- und Nachhaltigkeitsaspekte.
Diese Informationen zeigen, dass die Hauptverantwortung für die Abholzung des Regenwaldes im Zusammenhang mit Soja bei der Tierfutterproduktion liegt, die durch den Konsum tierischer Produkte angetrieben wird. Fleischalternativen auf Sojabasis sind in dieser Hinsicht weniger problematisch.
Quellen:
Fleisch und Soja sind Bedrohungen für den Regenwald – Abenteuer Regenwald
Soja als Futtermittel: Fleischkonsum und die Folgen fürs Klima
Regenwald-Abholzung für Soja? Warum das bei unserem Tofu nicht stimmt
Warum der Anbau von Soja den Regenwald zerstört / PETA
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