Fake – eine Lüge der Öl- und Gaslobby
Tatsächlich essen Veganer:innen kaum mehr Avocados, als Fleischesser:innen, und die Produktion von Avocados braucht zwar viel Wasser, schädigt aber das Klima weniger als tierische Produkte. Die Avocado wird für einen Kulturkampf zwischen gesundheitsbewussten und sich teils vegan ernährenden Menschen, und jenen, die sich davon angegriffen fühlen, benutzt.
Um die Frage zu beantworten, ob Veganer:innen die Umwelt mehr schädigen als Fleischesser:innen, insbesondere wegen des Wasserverbrauchs beim Anbau von Avocados, ist es wichtig, verschiedene Aspekte zu betrachten. Hier sind einige Punkte, die aus den Suchergebnissen hervorgehen:
- Wasserverbrauch: Der Anbau von Avocados verbraucht tatsächlich viel Wasser, etwa 1.000 Liter pro Kilogramm Avocados, was etwa drei Früchten entspricht. Das bedeutet, dass eine einzelne Avocado etwa 330 Liter Wasser benötigt. Zum Vergleich: Die Produktion von einem Kilogramm Tomaten benötigt durchschnittlich nur 180 Liter Wasser. Dennoch ist der Wasserverbrauch von Avocados geringer als der von einigen tierischen Produkten. Beispielsweise wird für die Produktion von Rindfleisch deutlich mehr Wasser benötigt, etwa 15.000 Liter pro Kilogramm.
- CO2-Ausstoß und Umweltauswirkungen: Die Fleischproduktion, insbesondere von Rindfleisch, verursacht erhebliche Treibhausgasemissionen. Ein Kalbsschnitzel ist beispielsweise 29-mal klimaschädlicher als Avocados. Neben dem CO2-Ausstoß spielen auch andere Faktoren wie Landnutzung und Pestizideinsatz eine Rolle. Die Viehzucht ist für einen großen Teil der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und hat somit erhebliche Auswirkungen auf den menschengemachten Klimawandel.
- Ökobilanz: Die Ökobilanz von Avocados ist nicht so schlecht wie oft dargestellt wird, besonders wenn man den Wasserverbrauch pro Kilokalorie betrachtet. In diesem Fall benötigen Tomaten sogar 50% mehr Wasser als Avocados. Dennoch sollte der Konsum von Avocados aufgrund der weiten Transportwege und des hohen Wasserverbrauchs bewusst und in Maßen erfolgen.
- Gesamtumweltauswirkungen: Die Landwirtschaft ist für etwa 70% des globalen Wasserverbrauchs verantwortlich. Tierische Produkte haben in der Regel einen höheren Wasserverbrauch und eine schlechtere Ökobilanz als pflanzliche Produkte. Eine vegane Ernährung kann daher insgesamt umweltfreundlicher sein, insbesondere wenn sie auf regionale und saisonale Produkte setzt.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine vegane Ernährung, trotz des hohen Wasserverbrauchs von Avocados, tendenziell weniger schädlich für die Umwelt ist als eine fleischbasierte Ernährung. Es ist jedoch wichtig, sich bewusst zu machen, dass nicht alle pflanzlichen Produkte gleich sind und dass auch bei einer veganen Ernährung auf Nachhaltigkeit geachtet werden sollte.
Die Nachhaltigkeit einer veganen Ernährung hängt stark davon ab, welche pflanzlichen Produkte gewählt werden und wie sie produziert und transportiert werden. Hier sind einige Punkte, die dabei helfen können, eine vegane Ernährung nachhaltiger zu gestalten:
- Regionale und saisonale Produkte: Der Kauf von regionalen und saisonalen Produkten kann den ökologischen Fußabdruck erheblich verringern, da lange Transportwege entfallen und weniger Energie für den Anbau in Gewächshäusern benötigt wird.
- Biologische Produkte: Biologisch angebaute Lebensmittel sind oft umweltfreundlicher, da sie ohne synthetische Pestizide und Düngemittel auskommen und häufig eine bessere Bodenqualität fördern.
- Vielfalt in der Ernährung: Eine abwechslungsreiche Ernährung, die nicht nur auf wenige Superfoods wie Avocados oder Quinoa setzt, kann helfen, die Umweltauswirkungen zu reduzieren. Lokale Alternativen können oft eine bessere Wahl sein.
- Verpackung und Abfall: Der Kauf von unverpackten Lebensmitteln und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen tragen ebenfalls zur Nachhaltigkeit bei.
- Wasserverbrauch: Auch bei pflanzlichen Produkten gibt es Unterschiede im Wasserverbrauch. Produkte mit hohem Wasserbedarf sollten bewusst und in Maßen konsumiert werden.
- Fair Trade und ethische Überlegungen: Der Kauf von Fair-Trade-Produkten kann dazu beitragen, faire Arbeitsbedingungen und Löhne für die Produzenten zu unterstützen.
Indem man diese Aspekte berücksichtigt, kann eine vegane Ernährung nicht nur gesund, sondern auch nachhaltig und umweltfreundlich sein.
Quellen:
Avocado: Hoher Wasserverbrauch und schlecht für die Umwelt?
Fleisch vs. Avocado – Wasserverbrauch von Lebensmitteln
50 Avocados = 1 Kalbsschnitzel? So klimaschädlich sind beliebte Lebensmittel
Panel 1 – Umweltauswirkungen – NEIC
Avocado: Ökobilanz besser als bei anderen Lebensmitteln
Avocado: Wasserverbrauch und Umweltbilanz / EAT SMARTER
Die Wahrheit über den Wasserverbrauch von veganer Ernährung – Ethik.Guide
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