Frage 51

Rechnet sich Dämmen meist gar nicht, wegen zu hoher Kosten? (Ist es meist teurer, ein Haus zu dämmen, als es ohne Dämmung weiter zu beheizen?)

Fake – eine Lüge der Öl- und Gaslobby

Für Bestandsgebäude gibt es eine Menge wirksame kostengünstige Dämmverfahren, die aber leider nicht alle Energieberater und Architekten kennen. Einen Überblick gibt der „Dämmatlas“ von Arnold Drewer. Beim Neubau ist es inzwischen wirtschaftlich, gleich ein Passivhaus zu bauen, mit einer Lüftungsanlage statt einer wasserführenden Heizung.

Die Frage, ob sich Dämmmaßnahmen aufgrund der hohen Kosten überhaupt lohnen, kann wie folgt beantwortet werden: Obwohl die Anfangsinvestitionen für Dämmmaßnahmen beträchtlich sein können, gibt es viele kostengünstige und effektive Dämmverfahren, die besonders für Bestandsgebäude geeignet sind. Diese sind jedoch nicht immer allen Energieberatern und Architekten bekannt. Beim Neubau ist es oft wirtschaftlich sinnvoll, direkt ein Passivhaus zu errichten, das mit einer Lüftungsanlage anstelle einer herkömmlichen Heizung ausgestattet ist.

Hier sind einige Punkte, die diese Aussagen belegen:

  1. Wirtschaftlichkeit der Dämmung:
    • Dämmmaßnahmen können sich langfristig durch Einsparungen bei den Energiekosten amortisieren. Studien zeigen, dass jede Form der energetischen Sanierung bei den aktuellen Energiepreisen ökonomische Vorteile gegenüber dem Nichtstun bietet. Es ist jedoch entscheidend, dass die Maßnahmen optimal geplant und ausgeführt werden, um die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.
  2. Kostengünstige Dämmverfahren für Bestandsgebäude:
    • Es gibt verschiedene kostengünstige Dämmverfahren, die speziell für Bestandsgebäude geeignet sind. Ein Beispiel ist die Einblasdämmung, die als besonders kosteneffizient gilt und sich schnell amortisieren kann. Solche Verfahren können die Kosten für die Dämmung eines Gebäudes deutlich reduzieren und sind oft schneller amortisiert als aufwendigere Dämmmethoden.
  3. Passivhaus im Neubau:
    • Beim Neubau ist es wirtschaftlich sinnvoll, direkt ein Passivhaus zu bauen. Passivhäuser verbrauchen bis zu 75% weniger Heizenergie als herkömmliche Neubauten und bis zu 90% weniger als Bestandsgebäude. Durch den Einsatz von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung und hochwertiger Dämmung können langfristig erhebliche Energiekosten eingespart werden. Die Mehrkosten für ein Passivhaus liegen je nach Bauweise zwischen 3% und 8% höher als bei konventionellen Neubauten, können aber durch staatliche Förderungen und den Verzicht auf konventionelle Heizsysteme teilweise kompensiert werden.
  4. Förderungen und Einsparpotenzial:
    • Es gibt verschiedene Förderprogramme, die den Bau von Passivhäusern und die Durchführung von Dämmmaßnahmen unterstützen. Diese können die höheren Anfangsinvestitionen reduzieren und die Wirtschaftlichkeit verbessern. Zudem führen die geringeren Betriebskosten durch den reduzierten Energieverbrauch zu langfristigen Einsparungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich Dämmmaßnahmen sowohl für Bestandsgebäude als auch für Neubauten lohnen können, insbesondere wenn kostengünstige Verfahren genutzt und Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden. Beim Neubau ist der Passivhausstandard eine wirtschaftlich sinnvolle Option, die langfristig zu erheblichen Einsparungen führt.

Die Frage, ob sich das Dämmen eines Gebäudes finanziell lohnt, hängt also von verschiedenen Faktoren ab. Hier sind einige Punkte, die berücksichtigt werden sollten:

  1. Energieeinsparung: Durch eine gute Dämmung kann der Energieverbrauch für Heizung und Kühlung deutlich reduziert werden. Dies führt zu niedrigeren Energiekosten.
  2. Kosten der Dämmung: Die Anfangsinvestition für Dämmmaterialien und die Installation kann hoch sein, aber es gibt oft staatliche Förderungen und Zuschüsse, die die Kosten senken können.
  3. Amortisationszeit: Die Zeit, die benötigt wird, um die Investitionskosten durch die eingesparten Energiekosten auszugleichen, kann je nach Dämmmaterial, Energiepreisen und Klima variieren.
  4. Wohnkomfort: Neben den finanziellen Aspekten kann eine gute Dämmung auch den Wohnkomfort erhöhen, indem sie für ein gleichmäßigeres Raumklima sorgt und Zugluft reduziert.
  5. Umweltaspekte: Dämmung trägt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes bei und ist somit auch aus ökologischer Sicht sinnvoll.
  6. Wertsteigerung der Immobilie: Eine gut gedämmte Immobilie kann einen höheren Marktwert haben.

Quellen:

Kosten Fassadendämmung: Mit welchem Betrag muss man rechnen?

Rechenbeispiel fuer eine Fassadendaemmung / Verbraucherzentrale.de

Was kostet die Fassadendämmung? – ENERGIE-FACHBERATER

Wärmedämmung: Maßnahmen, Kosten & Förderung / co2online

Dämmung: Anwendungsfälle, Materialien, Kosten / EnBW

Passivhaus-Wohngebäude – Neubau und Sanierung: (Passipedia DE)

Interview mit Arnold Drewer zum Thema Einblasdämmung

Was ist ein Passivhaus? Defintion & Funktion / co2online

Passivhaus: Kosten und Föderungen – Commerzbank

Passivhaus: Die Zukunft des Wohnens?

Passivhaus: Vorteile, Kosten und Einsparpotenzial

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