Fakt!
Einnahmen sind Einnahmen.
Es ist zwar richtig, dass ein CO2-Preis das Heizen und Autofahren mit Öl oder Gas verteuert. Auch einige Waren werden teurer, was die Lebenshaltungskosten erhöht. Aber durch die Einnahmen kann man z.B. Lohnnebenkosten senken, Strom und Lebensmittel billiger machen und Menschen dabei unterstützen, mit Dämmung und Wärmepumpen ihre Heizkosten zu halbieren.
Die Einnahmen aus Steuern auf Umweltschäden, wie beispielsweise CO2-Emissionen, können tatsächlich genutzt werden, um andere Steuern zu senken. Ein Beispiel hierfür ist die ökologische Steuerreform in Deutschland, die 1999 eingeführt wurde. Diese Reform führte zu einem deutlichen Anstieg der Einnahmen aus umweltbezogenen Steuern. Ein Teil dieser Einnahmen wurde genutzt, um die Rentenversicherungsbeiträge zu senken und erneuerbare Energien sowie Energieeffizienz zu fördern.
Die Idee hinter solchen Reformen ist oft die sogenannte „doppelte Dividende“. Dies bedeutet, dass durch die Besteuerung umweltschädlichen Verhaltens nicht nur die Umwelt geschützt wird, sondern auch zusätzliche Einnahmen generiert werden, die zur Senkung anderer Steuern verwendet werden können. Dies kann zu einer Entlastung des Faktors Arbeit führen und somit die Beschäftigung fördern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einnahmen aus Umweltsteuern genutzt werden können, um andere Steuern zu senken und gleichzeitig umweltpolitische Ziele zu verfolgen.
Quellen:
Umweltbezogene Steuern und Gebühren / Umweltbundesamt
Ökosteuern – Einführung und umweltpolitische Wirksamkeit – Europäische Umweltagentur
Ökosteuer (Deutschland) – Wikipedia
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